
Chinesische Arzneitherapie
Während bei uns im Westen vor allem die Akupunktur bekannt ist, steht in China die Arzneitherapie an erster Stelle.
Sie gilt als wichtigste Behandlungsmethode und wird besonders häufig bei chronischen Erkrankungen, Allergien oder wiederkehrenden Infekten eingesetzt.
Die Grundlage bilden klassische Rezepturen, die über Jahrtausende dokumentiert und verfeinert wurden. In der Praxis werden sie individuell angepasst – je nach Konstitution, Symptomen und Verlauf. So entsteht für jede Patientin und jeden Patienten eine eigene Kombination, die den Organismus gezielt unterstützt.
In der Schweiz sind die verwendeten Heilpflanzen als Arzneimittel anerkanntund unterstehen der Kontrolle durch Swissmedic. Sowohl in China als auch in der Schweiz werden sie mehrfach geprüft, um Identität, Qualität und Reinheit zu gewährleisten, zum Beispiel auf Schwermetalle, Pestizide oder mikrobiologische Rückstände. Auch die Artenschutzvorschriften werden selbstverständlich strikt eingehalten.
Traditionell werden die Kräuter als Dekokte verwendet. Getrocknete Pflanzenteile, die zu einem Tee abgekocht werden. Ich verwende die Rezepturen in der Regel als Granulate: Sie basieren auf denselben Abkochungen, werden aber getrocknet und konzentriert. Das spart Zeit, ist einfacher in der Anwendungund hat sich in der Praxis sehr bewährt.
Bei Kindern nutze ich gerne nicht-alkoholische Flüssigextrakte, da sie gut verträglich und angenehm im Geschmack sind.
